Webdesign · Ratgeber

Was kostet eine Website 2026? Realistische Preisrahmen für KMU

Eine Website kostet zwischen 0 € und 50.000 € — diese Spanne ist wenig hilfreich. In diesem Ratgeber finden Sie konkrete Preisrahmen für KMU-Websites, die wichtigsten Kostenfaktoren und drei reale Projekt-Beispiele aus 2026.

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Wer „Was kostet eine Website?" googelt, bekommt Antworten zwischen „kostenlos mit Wix" und „ab 25.000 € Agentur-Honorar". Beide stimmen — sind aber für die meisten Unternehmen nicht hilfreich. Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen ehrlichen Überblick über realistische Preisrahmen für 2026, getrennt nach Projekttyp und mit den Faktoren, die wirklich entscheiden.

Preisrahmen 2026 im Überblick

Die Preisspanne für Websites ist groß, aber nicht beliebig. Aus über tausend ausgeschriebenen KMU-Projekten in 2025 lassen sich drei klare Cluster ableiten — sortiert nach Komplexität, nicht nach Optik.

ProjekttypPreisrahmenUmfangRealistisch für
Visitenkarten-Website1.500 – 4.500 €5–8 Seiten, Standard-Design, Kontaktformular, mobile-optimiertSolo-Selbstständige, kleine Dienstleister, Handwerker
Unternehmens-Website4.500 – 12.000 €10–25 Seiten, individuelles Design, CMS, Branchen-Funktionen, Local SEOKMU mit 5–50 Mitarbeitern, Praxen, Kanzleien, Handwerksbetriebe
Custom-Webprojekt12.000 – 35.000 €Komplexe Funktionen, API-Anbindungen, individuelle Entwicklung, MehrsprachigkeitMittelstand, B2B-Plattformen, Buchungs- und Konfigurationssysteme
Online-Shop6.000 – 30.000 €WooCommerce/Shopware/Shopify, Zahlungsanbindung, Versand, DSGVOHändler, Hersteller mit Direktvertrieb

Die 7 Kostenfaktoren, die wirklich entscheiden

Zwei Websites mit derselben Seitenzahl können sich im Preis verdreifachen — abhängig von diesen Faktoren:

  • 1. Individuelles Design oder TemplateEin angepasstes Theme spart 30–50 % gegenüber einem komplett individuellen Design. Eigenes Design lohnt nur, wenn die Marke das wirklich braucht.
  • 2. Anzahl und Tiefe der InhaltsseitenPro Inhaltsseite mit Konzeption, Bildauswahl und Texterstellung kalkulieren wir 200–400 €. 5 Seiten = niedrige vierstellige Summe; 25 Seiten = mittlere vierstellige Summe.
  • 3. Branchen-spezifische FunktionenOnline-Terminbuchung (Doctolib, Treatwell), CRM-Anbindungen (onOffice, FlowFact), Buchhaltungs-Schnittstellen (DATEV) — jede Integration kostet 800–3.000 €.
  • 4. Texte: selbst schreiben oder schreiben lassenEigene Texte sparen 100–200 € pro Seite. Texte mit SEO-Recherche schreiben lassen kostet 80–150 € pro Seite — rechnet sich oft, weil sie die Conversion verbessern.
  • 5. Bildmaterial: vorhanden oder neu produziertStockfotos sind in der Pflege/Anwalt/Steuer-Branche schwierig — Mandanten erkennen sie. Eigenes Fotoshooting kostet 800–2.500 €, hebt aber die wahrgenommene Qualität messbar.
  • 6. SEO-Setup und PerformanceTechnisches SEO (Schema.org, Core Web Vitals, Sitemap, Indexing-Strategie) ist kein Nice-to-have. 800–1.500 € Aufwand initial, zahlt sich nach 3–6 Monaten aus.
  • 7. Wartung nach dem LaunchWordPress-Wartung kostet 39–149 €/Monat. Ohne Updates wird Ihre Seite innerhalb von 6 Monaten zum Sicherheitsrisiko und verliert Rankings — nicht optional.

Wix, Jimdo, Squarespace — wann lohnt der Baukasten?

Die ehrliche Antwort: Für reine Visitenkarten-Auftritte ohne SEO-Anspruch reicht ein Baukasten. Sobald Sie über eine Suchmaschine gefunden werden wollen, lohnt sich die Investition in eine professionelle Lösung — und zwar messbar.

Drei Faktoren, die Baukastensysteme schlecht abdecken:

  • Performance / Core Web VitalsWix-Sites haben durchschnittlich 30–40 % schlechtere Largest Contentful Paint-Werte als individuelle Lösungen. Google straft das aktiv ab.
  • SEO-TiefeStrukturierte Daten (Schema.org), saubere URL-Architektur, individuelle Canonicals, Hreflang — bei Baukasten-Systemen entweder nicht vorhanden oder umständlich nachrüstbar.
  • Datenhoheit und MigrationAus Wix oder Jimdo wegzukommen ist aufwändig — Inhalte sind teils im Editor gefangen. Eine WordPress-Lösung lässt sich jederzeit zu jedem Hoster migrieren.

Drei reale Projektbeispiele 2026

Beispiel 1: Pflegedienst (8 Mitarbeiter, NRW) — 4.800 €

12 Seiten, individuelles Design auf Basis von WordPress, Stellenanzeigen-Modul, lokale SEO mit drei Stadtteilseiten, WCAG-orientierte Umsetzung, DSGVO-konforme Formulare. Laufzeit: 7 Wochen. Wartung: 79 €/Monat.

Beispiel 2: Anwaltskanzlei (3 Anwälte, Bayern) — 9.500 €

18 Seiten mit eigenen Tätigkeitsschwerpunkt-Seiten, Online-Terminanfrage, mehrsprachig (DE/EN), BORA-konforme Anbieterkennzeichnung, Schema.org für LegalService. Eigene Texte vom Mandanten, Bilder professionell shootet. Laufzeit: 9 Wochen. Wartung: 99 €/Monat.

Beispiel 3: Handwerksbetrieb (15 Mitarbeiter, Sanitär/Heizung) — 6.200 €

10 Seiten plus Notdienst-Landingpage, Google-Bewertungs-Widget, Servicegebiet-Karte, Kontaktstrecke mit Ticket-System, lokale SEO für 3 Stadtteile. Laufzeit: 6 Wochen. Wartung: 59 €/Monat.

Laufende Kosten nicht vergessen

Der Anschaffungspreis ist nur ein Teil. Eine Website hat laufende Kosten, die oft unterschätzt werden:

PostenMonatlichJährlichKommentar
Hosting5 – 25 €60 – 300 €Managed WordPress oder Shared Hosting
Domain~1 €12 – 20 €.de-Domain ist günstig, .com etwas teurer
SSL-Zertifikat0 €0 €Im Hosting heute Standard (Let's Encrypt)
Wartungsvertrag39 – 149 €500 – 1.800 €Updates, Backups, Monitoring
SEO-Betreuung300 – 1.200 €3.600 – 14.400 €Optional, lohnt sich ab Unternehmensgröße
Tools (Newsletter, CRM)20 – 80 €240 – 960 €Mailchimp, Brevo, HubSpot u.a.

5 Tipps für die Budget-Planung

  • Investition über 3 Jahre rechnen, nicht über 6 MonateEine professionelle Website hält 4–7 Jahre. Auf 3 Jahre verteilt sind 9.000 € rund 250 €/Monat — günstiger als die meisten Marketingkanäle.
  • SEO-Budget einplanen, nicht erst nachträglichEine Website ohne SEO-Budget ist wie ein Laden ohne Schild. 800–1.500 € initiales technisches SEO sind die effektivsten Euros im Projekt.
  • Content nicht vergessenBilder, Texte, Bewertungen — Content macht 30–40 % des Erfolgs aus. Wer nichts dafür einplant, bekommt eine schöne, aber leere Hülle.
  • Wartung im FestvertragLieber 79 €/Monat planbar als alle 6 Monate eine Schreckensrechnung, weil etwas kaputt ist. Wartungsverträge sparen langfristig Geld.
  • Drei Angebote einholen — aber nicht das günstigsteDas günstigste Angebot ist meistens das teuerste. Achten Sie auf konkrete Aufwandsschätzung, klares Briefing-Verständnis und realistische Laufzeit. „Komplette Website in 2 Wochen für 900 €" ist ein Warnsignal.

Fazit

Für die meisten KMU liegt der ehrliche Preisrahmen 2026 zwischen 4.500 € und 12.000 € für eine Website, die Vertrauen vermittelt, in der Suche gefunden wird und sich erweitern lässt. Plus 50–150 € pro Monat für Wartung. Das ist keine Lifestyle-Investition, sondern Infrastruktur — vergleichbar mit Buchhaltung oder Versicherung.

Wenn Sie ein konkretes Projekt im Kopf haben, schauen Sie sich unsere Branchen- und Service-Seiten an — oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch, in dem wir auf Basis Ihrer Anforderungen einen realistischen Festpreis nennen.

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