SEO · Anleitung

Google My Business optimieren — Schritt-für-Schritt-Anleitung 2026

Das Google-Business-Profil (früher Google My Business) ist der wichtigste Hebel für lokale Sichtbarkeit. Diese Anleitung führt Sie durch alle relevanten Einstellungen — und zeigt, was 2026 wirklich zählt.

  • Kostenloses Erstgespräch
  • Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden
  • Ein fester Ansprechpartner
Google My Business heißt seit 2022 offiziell „Google Business Profile" — der Funktionsumfang und die Bedeutung sind aber dieselben geblieben. Ein vollständig optimiertes Profil entscheidet, ob Sie bei „Pflegedienst Berlin", „Anwalt München" oder „Friseur Hamburg-Altona" im Local Pack erscheinen — oder ob Sie übersehen werden.

1. Profil anlegen oder beanspruchen

Falls Sie noch kein Google-Business-Profil haben: Auf business.google.com einen Account erstellen und Ihr Unternehmen anlegen. Falls bereits ein Profil existiert (oft automatisch von Google generiert), beanspruchen Sie es über „Inhaberschaft beanspruchen".

Verifizierung erfolgt meist per Postkarte mit Code an die hinterlegte Geschäftsadresse — dauert in Deutschland 7–14 Tage. In manchen Branchen (mit existierender Telefonnummer) auch per Telefon-Code, dann sofort.

2. Grunddaten korrekt füllen

Diese Felder sind Pflicht — und sie müssen exakt mit Ihrer Website und allen Verzeichnissen übereinstimmen (NAP-Konsistenz):

  • UnternehmensnameGenau wie im Handelsregister oder Gewerbeschein. Keine Keyword-Stuffings wie „Müller Bäcker Best Bread Berlin" — Google filtert das aktiv.
  • AdresseVolle Schreibweise mit Straße ausgeschrieben. Bei Service-Geschäften ohne festen Standort: „Servicegebiet" statt Adresse aktivieren.
  • TelefonEine Hauptnummer. Mobile geht, Festnetz besser. Internationales Format: +49 30 12345678.
  • WebsiteDirekter Link zur Homepage. Bei mehreren Standorten: jede Standort-Page einzeln verknüpfen.
  • ÖffnungszeitenInklusive Sonderöffnungszeiten an Feiertagen. Falsche Zeiten führen zu schlechten Bewertungen — und Google bestraft das.

3. Kategorien strategisch wählen

Hauptkategorie und Nebenkategorien sind der wichtigste Rankingfaktor im Profil. Sie entscheiden, für welche Suchanfragen Sie überhaupt in Frage kommen.

  • Hauptkategorie spezifischNicht „Werbeagentur", sondern „Webdesigner". Nicht „Anwaltskanzlei", sondern z. B. „Familienrecht-Anwalt". Spezifische Kategorien haben weniger Wettbewerb.
  • Bis zu 9 NebenkategorienNutzen Sie alle Slots — aber nur passende. Beispiel für Webagentur: „SEO-Agentur", „Marketingagentur", „Software-Unternehmen", „Webhosting-Anbieter".
  • Konkurrenz-RechercheSchauen Sie, welche Kategorien Ihre Top-3-Konkurrenten in Ihrer Stadt nutzen — über Tools wie GMBspy oder einfach durch Quelltext-Inspektion.

4. Leistungen und Produkte einpflegen

Im Bereich „Leistungen" können Sie konkrete Angebote mit Beschreibung und Preis (optional) anlegen. Nutzen Sie das. Google extrahiert daraus zusätzliche Suchbegriffe und zeigt sie potenziellen Kunden in der lokalen Suche.

Pro Leistung: Name (das Hauptkeyword), 80–100 Wörter Beschreibung, optional Preis. Mindestens 5–10 Leistungen sollten gepflegt sein.

5. Unternehmensbeschreibung schreiben

Bis zu 750 Zeichen für eine Beschreibung Ihres Unternehmens. Tipps:

  • Hauptkeyword im ersten SatzBeispiel: „Kunden-Navigator ist eine Webdesign-Agentur in Sankt Augustin für KMU und lokale Dienstleister."
  • Konkret, nicht generischNennen Sie Branchen, Standorte, Spezialisierungen. „Wir helfen Pflegediensten, Anwälten und Handwerksbetrieben in Bonn, Köln und Sankt Augustin." > „Wir sind Ihre digitale Agentur mit Herz."
  • Keine Verkaufsphrasen„Erstklassig", „weltweit führend", „beste" → fliegen ohnehin oft aus der Veröffentlichung. Stattdessen Fakten: Gründungsjahr, Team-Größe, Spezialisierung.
  • CTA am Ende„Kostenloses Erstgespräch unter +49 30 12345678 oder kunden-navigator.de/kontakt"

6. Fotos und Videos hochladen

Profile mit mind. 10 hochwertigen Fotos werden 5x häufiger angeklickt als Profile mit 0–3 Fotos. Empfohlene Mindest-Fotostrecke:

  • Logo (quadratisch, 250×250 px)Die Marke fürs Auge.
  • Titelbild (16:9, 1080×608 px)Erscheint groß im Profil — repräsentatives Bild.
  • AußenGeschäftsgebäude oder Eingang — hilft Kunden bei der Orientierung.
  • InnenEmpfangsbereich, Büro, Werkstatt — Vertrauensbildung.
  • TeamEchte Personen statt Stockfotos — wirkt sympathisch und authentisch.
  • Bei der Arbeit / ProduktbilderWas Sie tun, in Aktion gezeigt.
  • Videos (15–30 Sekunden)Optional aber wertvoll — kurze Vorstellung des Geschäfts oder eines Service.

7. Bewertungs-Strategie aufbauen

Bewertungen sind nach Kategorien der zweitwichtigste Rankingfaktor. Fast wichtiger als die reine Anzahl ist die Frequenz — eine Bewertung pro Monat über 12 Monate schlägt 12 Bewertungen in einer Woche.

  • Direkten Bewertungslink generierenIm Profil-Dashboard unter „Empfehlen" eine kurze URL erzeugen — z. B. g.page/r/CXyZ123/review.
  • Frischer Versand nach Service-Abschluss24–48 Stunden nach Service-Abschluss per E-Mail oder SMS um Bewertung bitten — höchste Erfolgsrate.
  • Auf jede Bewertung antwortenInnerhalb von 48 h. Bei positiven: konkret und persönlich. Bei negativen: sachlich, nicht defensiv, Lösung anbieten.
  • Niemals Bewertungen kaufenGoogle erkennt das mit hoher Treffergenauigkeit. Folge: Profil-Sperrung, oft dauerhaft.

8. Google Posts regelmäßig veröffentlichen

Google Posts sind Mini-Beiträge direkt im Profil — wie kleine Social-Media-Posts, aber sichtbar in Google-Suche und Maps. Mindestens 1 Post pro Woche, am besten mit Bild und Call-to-Action.

  • Update-PostsNeuigkeiten, Erfolge, Auszeichnungen.
  • Angebot-PostsAktionen, saisonale Angebote, Rabatte.
  • Event-PostsWorkshops, Tag der offenen Tür, Webinare.
  • Produkt-PostsNeue Leistungen, Pakete, Branchen-Spezialisierungen.

9. Q&A-Bereich aktiv pflegen

Im „Fragen und Antworten"-Bereich können Nutzer Fragen stellen. Tipp: Stellen Sie selbst die wichtigsten 8–12 Fragen Ihrer Kundschaft — und beantworten Sie sie. Das wirkt nicht manipulativ, sondern hilfreich (Google selbst empfiehlt das).

Beispielfragen je nach Branche:

  • Pflegedienst„Welche Versorgungsformen bieten Sie an?", „Können Pflegekassen die Kosten übernehmen?"
  • Anwaltskanzlei„Bieten Sie kostenlose Erstgespräche an?", „Welche Rechtsgebiete decken Sie ab?"
  • Handwerksbetrieb„Sind Notdienste 24/7 möglich?", „Wie schnell können Sie Termine geben?"

10. Attribute setzen

Im Profil können Sie zusätzliche Attribute einstellen: barrierefrei, kostenlose Parkplätze, weibliche Inhaberinnen, LGBT-friendly, kostenfreies WLAN, etc. Setzen Sie alle, die zutreffen — sie sind direkte Filterkriterien in der Suche.

11. Insights regelmäßig auswerten

Im Profil-Dashboard zeigt Google, wie oft Sie gefunden werden, mit welchen Suchbegriffen, wie viele angerufen oder die Route abgerufen haben. Auswertungs-Rhythmus: monatlich.

  • SichtbarkeitAufrufe in Suche und Maps — Trend wichtiger als Absolutzahl.
  • SuchbegriffeWelche Keywords führen zu Ihnen? Lücken füllen mit gezielten Posts und Leistungs-Updates.
  • AktionenAnrufe, Routenabrufe, Website-Klicks — Indikator für Conversion-Effizienz des Profils.

12. Mehrere Standorte richtig verwalten

Wenn Sie in mehreren Städten aktiv sind, brauchen Sie für jeden Standort ein eigenes Profil — verbunden über einen einzigen Inhaber-Account. Wichtig: jedes Profil bekommt eigene Standort-spezifische Inhalte (Bilder, Posts, Leistungen). Reine Duplikate werden abgestraft.

Fazit: 80/20-Regel für GBP

Mit 80 % der Wirkung kommen Sie durch:

  1. Profil zu 100 % gefüllt (Punkt 1–6)
  2. Mindestens 25 echte Bewertungen, kontinuierlich neu (Punkt 7)
  3. Wöchentliche Posts und gepflegtes Q&A (Punkt 8–9)

Das ist ca. 30–60 Minuten Aufwand pro Woche nach dem initialen Setup. Wer das 6 Monate konsequent durchhält, sieht in den meisten Branchen einen klaren Sprung im Local Pack.

Häufige Fragen

Konkrete Frage zu Ihrem Projekt?

Wir beantworten gerne Ihre Frage im kostenlosen Erstgespräch — persönlich, ehrlich, ohne Verkaufsdruck.

Ein fester Ansprechpartner · Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden

Erstgespräch vereinbaren